====== Gleichnis: Vom königlichen Hochzeitsmahl ======
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Die Bibeltexte für dieses Gleichnis aus den Evangelien (Luther 1912):
===== Matthäus 22, 1–14 =====
**Matthäus 22, 1–14**
**1** Und Jesus antwortete und redete abermals durch Gleichnisse zu ihnen und sprach:
**2** Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte.
**3** Und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen; und sie wollten nicht kommen.
**4** Abermals sandte er andere Knechte aus und sprach: Sagt den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit!
**5** Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andere zu seiner Hantierung;
**6** etliche griffen seine Knechte, höhnten sie und töteten sie.
**7** Da das der König hörte, ward er zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an.
**8** Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Gäste waren's nicht wert.
**9** Darum gehet hin auf die Straßen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet.
**10** Und die Knechte gingen aus auf die Straßen und brachten zusammen, wen sie fanden, Böse und Gute; und die Tische wurden alle voll.
**11** Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an;
**12** und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereingekommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte.
**13** Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werfet ihn in die Finsternis hinaus! da wird sein Heulen und Zähneklappen.
**14** Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.
===== Lukas 14, 15–24 =====
**Lukas 14, 15–24**
**15** Da aber solches hörte einer, der mit zu Tische saß, sprach er zu ihm: Selig ist, der das Brot ißt im Reiche Gottes.
**16** Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu.
**17** Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit!
**18** Und sie fingen an, alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muß hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.
**19** Und der andere sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.
**20** Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen.
**21** Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein.
**22** Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da.
**23** Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, auf das mein Haus voll werde.
**24** Ich sage euch aber, daß der Männer keiner, die geladen waren mein Abendmahl schmecken wird.
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