Der Sündenfall (oft auch der „Fall des Menschen“) bezeichnet das historische und theologische Schlüsselereignis in 1. Mose 3, bei dem die ersten Menschen (Adam und Eva) durch vorsätzlichen Ungehorsam gegenüber dem Gebot Gottes die Sünde und den Tod in die Schöpfung einführten. Er bildet das Fundament für das christliche Verständnis der Heilsbedürftigkeit des Menschen.
Gott hatte den Menschen im Garten Eden vollkommene Gemeinschaft mit sich geschenkt, jedoch ein einziges Verbot auferlegt:
Die Versuchung erfolgte durch die Schlange (Satan), die Zweifel an Gottes Wort säte („Ja, sollte Gott gesagt haben…?“) und Gottes Motive infrage stellte („…ihr werdet sein wie Gott“). Der Sündenfall vollzog sich in drei Schritten:
1. **Sehen:** Eva sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre. 2. **Begehren:** Sie begehrte die vermeintliche Weisheit. 3. **Handeln:** Sie nahm von der Frucht, aß und gab auch Adam davon, der ebenfalls aß.
Die Folgen des Sündenfalls waren tiefgreifend und veränderten die menschliche Natur und die Schöpfung dauerhaft:
Der Sündenfall ist der Wendepunkt der Heilsgeschichte. Ohne Genesis 3 ist das Erlösungswerk Jesu Christi am Kreuz nicht verstehbar:
Die Theologie stellt Adam (als das Haupt der gefallenen Menschheit) Jesus Christus (als dem Haupt der erlösten Menschheit) gegenüber:
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Siehe auch: