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Judas Iskariot: Der Verräter

Judas Iskariot (wahrscheinlich hebräisch *Isch Qerijot* = Mann aus Kerijot, einer Stadt in Judäa) war der einzige Nicht-Galiläer unter den zwölf Aposteln. Er ist als der Verräter Jesu in die Heilsgeschichte eingegangen.

1. Die Kasse und die Gier

Judas war der Schatzmeister der Apostelgruppe. Doch Johannes deckt seine Heuchelei und innere Abkehr vom Herrn auf:

„Er war ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was eingelegt wurde.“
Johannes 12,6

Seine Gier gipfelte im Pakt mit den Hohenpriestern, Jesus für den Sklavenpreis von 30 Silberlingen zu übergeben (Matthäus 26,14-16).

2. Der Kuss des Verrats

In Garten Gethsemane verriet Judas den Erlöser mit einem heuchlerischen Friedensgruß und einem Kuss – dem Erkennungszeichen für die Gerichtsdiener:

„Den ich küssen werde, der ist es; den nehmt fest!… Und sogleich trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi! und küsste ihn.“
Matthäus 26,48-49

3. Die Tragödie des Judas

Nachdem Jesus verurteilt worden war, packte Judas das Entsetzen. Er versuchte, das Geld zurückzugeben, bekannte: „Ich habe gesündigt, dass ich unschuldiges Blut verraten habe!“, ging hin und erhängte sich (Matthäus 27,3-5).

Sein Verrat war ein erschütterndes Zeugnis dafür, dass man in der engsten Nähe des Sohnes Gottes leben, Seine Wunder sehen und dennoch ewig verloren gehen kann, wenn das Herz nicht wahrhaft bekehrt ist. Er erfüllte tragisch die alttestamentliche Prophetie:

„Ja, mein enger Freund, dem ich vertraute, der mein Brot aß, hat die Ferse gegen mich erhoben.“
Psalm 41,10

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