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Matthäus (Levi): Vom Zöllner zum Evangelisten

Matthäus (hebräisch *Mattitjahu* = Geschenk des HERRN), in den Evangelien von Markus und Lukas auch Levi (Sohn des Alphäus) genannt, war ein jüdischer Zollpächter in Kapernaum, bevor er von Jesus in den Apostelkreis berufen wurde.

1. Radikale Nachfolge

Zöllner galten im antiken Israel als Kollaborateure der römischen Besatzungsmacht, Diebe und religiös Unreine. Die Berufung des Matthäus war eine Demonstration der rettenden Gnade Gottes für die Ausgestoßenen:

„Und als Jesus von dort weiterging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, namens Matthäus; und er spricht zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach.“
Matthäus 9,9

Matthäus ließ seine einträgliche Zollstation sofort zurück und veranstaltete ein großes Festmahl in seinem Haus für Jesus und andere Zöllner, was den Zorn der Pharisäer erregte.

2. Der Schreiber für die Juden

Matthäus war gebildet und des Schreibens mächtig. Unter der Führung des Heiligen Geistes verfasste er das erste Evangelium (Matthäus-Evangelium), das sich besonders an jüdische Leser richtet und durch zahlreiche Zitate aus dem Alten Testament beweist, dass Jesus von Nazareth der verheißene Messias ist.

Laut geschichtlichen Quellen predigte er später in Judäa und Äthiopien, wo er den Märtyrertod erlitt.

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