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Thomas: Vom Zweifler zum Anbeter

Thomas (hebräisch *Teoma* = Zwilling, griechisch *Didymus*) ist vor allem als der „ungläubige Thomas“ bekannt geworden, doch sein Charakter zeigt tiefe Loyalität und ein radikales Bekenntnis zur Gottheit Christi.

1. Mut und Zweifel

> „Da sprach Thomas… zu den Mitjüngern: Lasst uns auch gehen, damit wir mit ihm sterben!“
Johannes 11,16

> „Wenn ich nicht in seinen Händen das Zeichen der Nägel sehe… will ich keineswegs glauben.“
Johannes 20,25

2. Das ultimative Bekenntnis

Acht Tage später erschien Jesus erneut und forderte Thomas auf, Seine Wunden zu berühren. Überwältigt antwortete Thomas mit dem wohl direktesten Bekenntnis des Neuen Testaments zur Gottheit Jesu:

„Mein Herr und mein Gott!“
Johannes 20,28

Jesus entgegnete ihm: „Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt? Glückselig sind, die nicht gesehen und geglaubt haben!“

Die Überlieferung berichtet, dass Thomas das Evangelium bis nach Südindien brachte (wo sich heute noch die Thomaschristen auf ihn berufen) und dort mit einer Lanze erstochen wurde.

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