Die Metapher vom Weinstock beschreibt die organische Lebensgemeinschaft zwischen Jesus Christus und Seinen Jüngern. Sie zeigt die absolute Unfähigkeit des Menschen, aus eigener Kraft geistlich Frucht zu bringen, und die Notwendigkeit des beständigen Bleibens in Christus.
„Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner… Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“
— Johannes 15,1-5
—
Im Alten Testament wird das Volk Israel wiederholt als der Weinstock Gottes beschrieben, den Er aus Ägypten herausrief und in Kanaan einpflanzte. Jedoch versagte Israel und brachte keine gute Frucht, sondern saure Trauben (Rebellion und Abgötterei):
Indem Jesus sagt: „Ich bin der wahre Weinstock“, stellt Er Sich dem entarteten Weinstock Israels gegenüber. Er erfüllt das, was Israel nicht erfüllen konnte: Er bringt vollkommene, gottgefällige Frucht.
Das Geheimnis des christlichen Lebens liegt im „Bleiben“. Dies geschieht durch:
Geistliche Frucht (Liebe, Freude, Friede, Gehorsam) ist kein Produkt menschlicher Willensanstrengung, sondern die natürliche Folge des Lebensstroms Christi, der durch die Rebe fließt.
—
Siehe auch: