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🏡 Nazareth (Ort der Demut)
Nazareth war eine unbedeutende, verachtete Kleinstadt in Galiläa. Sie wird im Alten Testament, im Talmud oder bei Flavius Josephus an keiner Stelle erwähnt. Dass Jesus gerade dort aufwuchs und als „Nazarener“ bezeichnet wurde, drückt Seine tiefe Erniedrigung und Demut aus.
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1. Das schlechte Ansehen Nazareths
Galiläa galt den elitären Juden in Judäa als geistlich und kulturell rückständig. Nazareth im Speziellen hatte einen extrem schlechten Ruf. Das zeigt sich deutlich in der Reaktion des Nathanael:
„Da sprach Nathanael zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!“
— Johannes 1,46
2. Der Ort des Aufwachsens Jesu
Obwohl Jesus in Bethlehem geboren wurde, verbrachte Er dort fast 30 Jahre Seines Lebens in Stille und Gehorsam gegenüber Seinen irdischen Eltern. Er arbeitete dort als Zimmermann (*tekton*) (Markus 6,3; Lukas 2,51-52).
- Erfüllung der Prophetie: Durch Seine Verbindung zu dieser Stadt erfüllte sich das prophetische Wort: „Er wird Nazarener genannt werden“ (verweist typologisch auf hebräisch *nezer* = Zweig/Spross aus Jesaja 11,1; siehe Matthäus 2,23).
3. Die Ablehnung Jesu in Seiner Heimat
Als Jesus Seinen Dienst begann und in der Synagoge von Nazareth aus Jesaja 61 predigte und Sich als der verheißene Messias offenbarte, lehnten Seine ehemaligen Nachbarn Ihn wütend ab. Sie versuchten sogar, Ihn von einem Felsen hinabzustürzen.
- Der Prophet in der Heimat: Jesus sprach das bekannte Prinzip aus: „Wahrlich, ich sage euch: Kein Prophet ist anerkannt in seinem Vaterland“ (Lukas 4,24; siehe Lukas 4,16-30).
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