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Judas Thaddäus (Lebbäus)
Judas Thaddäus (hebräisch *Taddai* = der Beherzte/Brustkind) wird in den Evangelien auch als Lebbäus (hebräisch *Leb* = Herz) aufgeführt. Er wird ausdrücklich als „Judas, [der Sohn] des Jakobus“ bezeichnet, um eine Verwechslung mit Judas Iskariot zu vermeiden.
1. Die Frage nach der Offenbarung
Im Johannesevangelium spricht Judas Thaddäus Jesus während der Abschiedsreden im Obergemach an:
„Judas – nicht der Iskariot – spricht zu ihm: Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?“
— Johannes 14,22
Jesus antwortete ihm, dass sich Gott denjenigen offenbart, die Ihn lieben und Sein Wort halten.
2. Zeuge und Mission
Wie die anderen Apostel erlebte Judas Thaddäus das Pfingstfest und empfing die Kraft des Heiligen Geistes. Er wirkte laut altkirchlicher Überlieferung in Mesopotamien, Syrien und Persien, wo er gemeinsam mit Simon dem Zeloten das Martyrium erlitt (er wurde mit einer Keule erschlagen).
*(Hinweis: Er ist nicht zu verwechseln mit Judas, dem leiblichen Halbbruder Jesu, der den Judasbrief verfasste, obwohl manche Theologen eine Identität vermuten).*
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