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Person:Der 12-er Kreis:Philippus

Philippus: Der bedachte Jünger

Philippus (griechisch = Pferdefreund) stammte wie Petrus und Andreas aus Betsaida. Jesus berief ihn am Tag nach der Berufung des Petrus mit den Worten: „Folge mir nach!“ (Johannes 1,43).

1. Rationales Denken und Zeugnis

Philippus zeichnet sich durch einen pragmatischen, manchmal rationalen Verstand aus, der erst überzeugt werden musste, dann aber standhaft blieb:

  • Berufung des Nathanael: Als Nathanael zweifelte, ob aus Nazareth etwas Gutes kommen könne, antwortete Philippus einfach: „Komm und sieh!“ (Johannes 1,46).
  • Speisung der 5.000: Jesus prüfte Philippus, indem er fragte, wo man Brot kaufen könne. Philippus rechnete sofort rational nach:

> „Für zweihundert Denare Brot reicht nicht für sie, dass jeder auch nur ein wenig bekomme.“
Johannes 6,7

  • Bitte im Obergemach: Vor dem Kreuzestod bat Philippus Jesus: „Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns!“ Jesus wies ihn sanft zurecht, dass, wer Ihn sieht, den Vater sieht (Johannes 14,8-9).

2. Mission und Ende

Nach Pfingsten verkündete Philippus das Evangelium. Laut der kirchengeschichtlichen Überlieferung wirkte er in Phrygien (Kleinasien) und erlitt in Hierapolis den Märtyrertod am Kreuz.

*(Hinweis: Der Apostel Philippus ist zu unterscheiden von Philippus dem Evangelisten/Diakon aus Apostelgeschichte 6 und 8).*

Siehe auch:

Person/Der 12-er Kreis/Philippus.txt · Zuletzt geändert: von 127.0.0.1